Make

Make

Auf einen Blick

Make (früher Integromat) ist eine visuelle Automatisierungs-Plattform, die es ermöglicht, Workflows ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. Mit einem großen App-Katalog und intuitiver Drag-and-Drop-Oberfläche verbindet es Dienste wie Slack, Google Sheets und Shopify.

KategorieAutomatisierung
Lesezeit8 Min
ZielgruppeEinsteiger und Fortgeschrittene in Automatisierung
SchwierigkeitEinsteiger
Stand2026-05
QuellenProduktdokumentation

Automatisierung

Make — Visuelle Automatisierungs-Plattform mit großem App-Katalog (früher Integromat).

Beispiel

Make ist günstiger als Zapier und hat einen schöneren Visual-Editor.

Verwandt: n8n · Zapier

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Make ist eine Low-Code/No-Code Automatisierungsplattform, mit der Unternehmen verschiedene Softwareanwendungen und Dienste ohne Programmierkenntnisse miteinander verbinden können.

In einfachen Worten

Stellen Sie sich Make wie einen digitalen Assistenten vor, der ständig Routineaufgaben für Sie erledigt. Wenn ein Kunde eine Bestellung aufgibt, kann Make automatisch eine Rechnung erstellen, den Lagerbestand aktualisieren und eine Benachrichtigung an den Versand senden. Sie müssen nicht mehr manuell zwischen verschiedenen Programmen hin- und herwechseln. Make funktioniert nach dem Prinzip von Bausteinen: Sie ziehen Module aus verschiedenen Diensten (wie E-Mail, CRM oder Buchhaltungssoftware) auf eine Arbeitsfläche und verbinden sie logisch miteinander. Das Ganze ähnelt dem Erstellen eines Flussdiagramms, bei dem jeder Schritt automatisch ausgeführt wird.

Was bedeutet das technisch

Make (ehemals Integromat) ist eine cloudbasierte Integrationsplattform (iPaaS – Integration Platform as a Service). Sie ermöglicht die Erstellung von sogenannten „Szenarien“, die aus einer Abfolge von Modulen bestehen. Jedes Modul repräsentiert eine Aktion in einer verbundenen Anwendung, zum Beispiel „E-Mail senden“ in Gmail oder „Datensatz erstellen“ in einer Datenbank.

Die Verbindung zwischen Modulen erfolgt über Trigger und Aktionen. Ein Trigger startet ein Szenario, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt (z.B. eine neue Zeile in einer Google-Tabelle). Darauf folgen Aktionen, die Daten verarbeiten oder in anderen Systemen speichern. Make bietet über 1.500 vorgefertigte Verbindungen zu gängigen Diensten wie Salesforce, Shopify, Slack oder Microsoft 365. Die Plattform arbeitet mit einem eigenen Datenmodell und unterstützt komplexe Logik wie Bedingungen, Schleifen und Datenfilter. Anders als reine No-Code-Tools erlaubt Make auch die Verarbeitung von JSON, XML und API-Aufrufen, was technisch versierten Anwendern mehr Flexibilität gibt.

Warum es für KMU relevant ist

Für kleine und mittlere Unternehmen ist Make ein Werkzeug, um manuelle, fehleranfällige Prozesse zu automatisieren, ohne teure Entwickler beauftragen zu müssen. Typische Anwendungsfälle sind:

  • Lead-Management: Wenn ein Interessent ein Kontaktformular ausfüllt, legt Make automatisch einen Datensatz im CRM an, sendet eine Bestätigungsmail und benachrichtigt den Vertrieb per Slack.
  • Rechnungsverarbeitung: Eingangsrechnungen aus E-Mail-Anhängen werden extrahiert, in der Buchhaltungssoftware verbucht und zur Freigabe weitergeleitet.
  • Bestandsverwaltung: Bei einem Verkauf im Onlineshop aktualisiert Make den Lagerbestand in der Warenwirtschaft und erzeugt einen Versandauftrag.

Die Kosten sind überschaubar: Make bietet ein kostenloses Modell mit begrenzten Operationen (ca. 1.000 Szenario-Ausführungen pro Monat). Für KMU mit höherem Bedarf beginnen die kostenpflichtigen Pläne bei etwa 9 Euro pro Monat. Das Risiko liegt vor allem in der Abhängigkeit von der Plattform: Wenn Make ausfällt, laufen automatisierte Prozesse nicht. Zudem sollten Unternehmen Datenschutzaspekte prüfen, da Daten über die Server von Make laufen. Für sensible Daten empfiehlt sich die Prüfung der DSGVO-Konformität oder der Einsatz von lokalen Alternativen.

Verwandte Begriffe

Zapier – ein direkter Konkurrent mit ähnlichem Funktionsumfang, aber einfacherer Bedienung

Low-Code – Entwicklungsansatz, der mit wenig Programmierung auskommt

API – Schnittstelle, die Make zur Verbindung von Diensten nutzt

Workflow-Automation – der Oberbegriff für die Automatisierung von Geschäftsprozessen

iPaaS – die technische Bezeichnung für cloudbasierte Integrationsplattformen wie Make

Häufige Fragen

Was ist Make und wie unterscheidet es sich von Zapier?

Make ist eine visuelle Automatisierungs-Plattform, die komplexe Workflows mit einer grafischen Oberfläche erstellt. Im Gegensatz zu Zapier bietet Make mehr Flexibilität bei der Datenverarbeitung und unterstützt verschachtelte Bedingungen sowie Schleifen.

Kann ich Make kostenlos nutzen?

Ja, Make bietet einen kostenlosen Tarif mit monatlich 1.000 Operationen und 2 aktiven Szenarien. Für höhere Anforderungen gibt es kostenpflichtige Pläne ab etwa 9 Euro pro Monat.

Welche Apps kann ich mit Make verbinden?

Make bietet über 1.000 vorgefertigte App-Integrationen, darunter beliebte Dienste wie Google Workspace, Microsoft 365, Slack, Shopify, Salesforce und viele mehr.

Wie erstelle ich ein Szenario in Make?

Melde dich an, klicke auf 'Neues Szenario', wähle Trigger- und Aktions-Apps aus, konfiguriere die Verbindungen und lege die Datenverarbeitung fest. Anschließend kannst du das Szenario testen und aktivieren.

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-01 · Autor: Florian Neuhuber

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