Motion im Test — Kalender-Automatisierung ehrlich bewertet

Motion ist ki plant deine termine + to-dos automatisch ein, verschiebt bei konflikten. Was es kann, wo es schwächelt und für wen es sich lohnt — im Vergleich mit Reclaim.ai.

Motion im Test — Kalender-Automatisierung ehrlich bewertet
Auf einen Blick

Motion ist ein KI-gestützter Kalender-Assistent, der Aufgaben und Meetings automatisch plant, um die Produktivität zu steigern. Ideal für vielbeschäftigte Berufstätige und Teams, die ihre Zeit optimieren möchten. Empfehlung: Für Einzelpersonen, die ihre Planung automatisieren wollen, ist Motion eine starke Wahl.

AnbieterMotion
KategorieKalender-Automatisierung
Verfügbar seit2019
Preis-Einstiegab 19 €/Monat (Individuell), Team ab 12 €/Nutzer/Monat
Deutsche OberflächeNein
DatenstandortUSA
AlternativenClockwise, Reclaim.ai, Akiflow

Motion ist ein KI-gestützter Kalenderdienst, der Termine und Aufgaben automatisch im Kalender einplant und bei Konflikten selbstständig verschiebt. Entwickelt wurde das Werkzeug für Selbstständige, Manager und Teams, die viele Termine und Aufgaben jonglieren und keine Zeit für manuelle Planung haben.

Was Motion kann

  • Automatische Terminplanung: Motion verteilt Aufgaben und To-Dos auf freie Zeitfenster im Kalender. Nutzer geben nur Fristen und Prioritäten vor.
  • Dynamische Verschiebung bei Konflikten: Kommt ein neuer Termin hinzu, passt Motion die bestehende Planung an und verschiebt Aufgaben automatisch auf spätere Slots.
  • Deep-Work-Blöcke: Nutzer können festlegen, wie viele Stunden pro Tag für konzentrierte Arbeit reserviert werden sollen. Motion blockt diese Zeiten und schützt sie vor Meetings.
  • Projekt-Deadline-Verteilung: Für längere Projekte verteilt Motion Arbeitsschritte gleichmäßig über den verfügbaren Zeitraum, statt alles auf den letzten Tag zu drücken.
  • Team-Kapazitätsplanung: In der Team-Version zeigt Motion an, wann Kollegen verfügbar sind, und plant gemeinsame Termine unter Berücksichtigung aller Kalender.
  • Reisezeit-Puffer: Für Meetings außer Haus kann Motion Anfahrtszeiten berechnen und als Puffer vor dem Termin eintragen.

Stärken & Schwächen

Stärken: Motions größter Vorteil ist die konsequente Automatisierung. Wer täglich mit vielen Terminen und Aufgaben kämpft, spart sich das manuelle Hin- und Herschieben. Die Deep-Work-Funktion funktioniert zuverlässig: Wer morgens angibt, heute vier Stunden fokussiert arbeiten zu wollen, bekommt diese Blöcke auch in der Praxis geschützt. Die Integration mit Google Calendar und Outlook ist stabil, und die Team-Funktionen sind ausgereifter als bei vielen Konkurrenten.

Schwächen: Der Preis ist hoch. Für Einzelnutzer kostet Motion monatlich etwa 19 bis 34 US-Dollar, je nach Abomodell. Das ist für viele Selbstständige eine teure Kalender-App. Zudem lernt Motion nicht wirklich aus dem Nutzerverhalten: Wer regelmäßig Aufgaben auf später verschiebt, wird nicht gefragt, ob die Priorität zu hoch angesetzt ist. Die Einrichtung erfordert zudem Disziplin: Wer seine Aufgaben nicht sauber mit Fristen und Dauerangaben erfasst, bekommt eine chaotische Planung. Auch die mobile App ist funktional, aber nicht so ausgereift wie die Desktop-Version.

Motion vs. Alternativen

Reclaim.ai ist der direkte Konkurrent mit einem ähnlichen Ansatz. Reclaim ist günstiger (ab 10 US-Dollar pro Monat) und bietet eine bessere Integration mit Aufgaben-Apps wie Todoist oder Asana. Allerdings sind die Team-Funktionen bei Reclaim weniger umfangreich: Die Kapazitätsplanung für mehrere Personen ist nicht so granular wie bei Motion. Wer im Team arbeitet, fährt mit Motion oft besser. Clockwise hingegen ist stark auf Google Workspace ausgerichtet und optimiert vor allem Meeting-Zeiten im Team. Clockwise ist günstiger (ab 6,75 US-Dollar pro Monat) und für reine Meeting-Koordination die bessere Wahl. Wer aber auch Aufgaben und Deadlines automatisch planen will, stößt bei Clockwise schnell an Grenzen. Motion ist hier der umfassendere Ansatz, aber auch der teuerste.

Für wen lohnt es sich?

Vielbeschäftigte Selbstständige, die täglich 10+ Termine und Aufgaben jonglieren, sparen mit Motion pro Woche mehrere Stunden manuelle Planung. Besonders wer regelmäßig Deep-Work-Zeiten braucht (etwa Entwickler, Autoren, Berater), profitiert von den automatisch geblockten Fokus-Slots. Manager in KMUs mit 5 bis 15 Teammitgliedern können mit Motion die Team-Kapazität besser auslasten und vermeiden, dass alle Meetings auf denselben Tag fallen. Projektleiter, die Deadlines über mehrere Wochen verteilen müssen, nutzen die automatische Aufgabenverteilung, um realistische Zeitpläne zu erstellen. Für alle anderen – etwa Nutzer mit weniger als 5 Terminen pro Tag oder festen Arbeitszeiten – ist Motion überdimensioniert und zu teuer.

Preis & Einstieg

Motion bietet eine 14-tägige Testphase an, die keinen Zahlungsnachweis erfordert. Danach kostet der Dienst für Einzelnutzer etwa 19 bis 34 US-Dollar pro Monat, je nach Abrechnungszyklus. Die Team-Version liegt bei 12 bis 16 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Alle Preise sind in US-Dollar und enthalten keine Mehrwertsteuer. Aktuelle Preise direkt beim Anbieter prüfen.

Unser Fazit

Motion löst, was es verspricht: Wer seine Aufgaben und Termine nicht mehr manuell verschieben will, bekommt eine zuverlässige Automatisierung. Die Deep-Work-Funktion und die Team-Kapazitätsplanung sind echte Mehrwerte. Allerdings ist der Preis für Einzelnutzer hoch, und die mangelnde Lernfähigkeit des Systems enttäuscht. Wer bereit ist, monatlich 20 bis 35 US-Dollar für einen KI-Kalender auszugeben und diszipliniert Aufgaben erfasst, bekommt ein leistungsfähiges Werkzeug. Für Gelegenheitsnutzer oder Teams mit einfachen Planungsanforderungen sind Reclaim.ai oder Clockwise die günstigere und oft passendere Wahl.

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Häufige Fragen

Kann Motion meine bestehenden Kalender (Google, Outlook) integrieren?

Ja, Motion unterstützt die Integration mit Google Calendar und Outlook. Es synchronisiert Termine und Aufgaben automatisch, um Überschneidungen zu vermeiden.

Wie viel kostet Motion und gibt es eine kostenlose Testversion?

Motion bietet eine 7-tägige kostenlose Testversion. Danach kostet der Individual-Plan 19 € pro Monat (jährliche Abrechnung) oder 29 € monatlich. Team-Pläne starten bei 12 € pro Nutzer und Monat.

Ist Motion auf Deutsch verfügbar?

Nein, die Benutzeroberfläche von Motion ist derzeit nur auf Englisch verfügbar. Es gibt keine deutsche Übersetzung.

Wo werden meine Daten gespeichert?

Motion speichert Daten auf Servern in den USA. Das Unternehmen ist SOC 2 Typ II zertifiziert, aber nicht DSGVO-konform im Sinne eines EU-Datenstandorts.

Zuletzt aktualisiert: 2026-05-30 · Autor: Florian Neuhuber · Redaktion ki-rundschau

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