Generative KI

KI-Grundlagen

Generative KI — KI, die neue Inhalte erzeugt (Text, Bild, Audio, Video) — im Gegensatz zu klassifizierender KI.

Beispiel

Midjourney erzeugt Bilder, ChatGPT erzeugt Texte, ElevenLabs erzeugt Stimmen.

Verwandt: LLM (Large Language Model) · Midjourney · ElevenLabs

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Generative KI ist eine Kategorie künstlicher Intelligenz, die neue Inhalte wie Texte, Bilder, Audio oder Code erzeugt, statt nur bestehende Daten zu analysieren oder zu klassifizieren.

In einfachen Worten

Stellen Sie sich einen Koch vor, der aus Zutaten ein neues Gericht kreiert. Generative KI funktioniert ähnlich: Sie lernt aus riesigen Mengen vorhandener Daten (den „Zutaten“) und produziert daraus etwas Eigenständiges. Ein Beispiel: Sie geben „Schreibe eine E-Mail an einen Kunden, der sein Abo gekündigt hat“ ein. Die KI erzeugt einen vollständigen, kohärenten Text, den Sie direkt verwenden können. Anders als eine Suchmaschine, die nur vorhandene Seiten anzeigt, erschafft die KI hier etwas Neues.

Was bedeutet das technisch

Generative KI basiert auf tiefen neuronalen Netzen, meist sogenannten Transformer-Architekturen. Diese Modelle werden mit Unmengen an Text, Bildern oder anderen Daten trainiert. Dabei lernen sie statistische Muster und Zusammenhänge – etwa, welche Wörter häufig aufeinander folgen oder wie ein realistisches Gesicht aussieht.

Das Training ist rechenintensiv und erfordert spezialisierte Hardware wie Grafikprozessoren. Bekannte Beispiele sind GPT-4 (Text), DALL-E (Bilder) oder Stable Diffusion. Nach dem Training kann das Modell auf Basis einer Eingabe (Prompt) neue Daten generieren. Die Qualität hängt stark von der Menge und Vielfalt der Trainingsdaten ab. Ein Modell, das nur mit Kochrezepten trainiert wurde, kann keine Geschäftsbriefe schreiben.

Warum es für KMU relevant ist

Generative KI senkt Kosten und spart Zeit bei wiederkehrenden Aufgaben. Konkrete Anwendungen für KMU sind:

  • Texterstellung: Entwürfe für Angebote, Newsletter oder Social-Media-Posts in Sekunden.
  • Bildgenerierung: Produktfotos für den Onlineshop ohne teures Fotostudio.
  • Code-Generierung: Einfache Programmierteile oder Formeln für Excel automatisch erstellen lassen.
  • Übersetzungen: Mehrsprachige Kundenkommunikation ohne Übersetzungsbüro.

Die Risiken sind nicht zu unterschätzen. Generative KI halluziniert – sie erfindet Fakten, die plausibel klingen, aber falsch sind. Für KMU bedeutet das: Inhalte immer prüfen, bevor sie rausgehen. Zudem entstehen Kosten: Die Nutzung über APIs (z. B. von OpenAI) kostet Geld, und eigene Modelle zu trainieren ist für die meisten KMU zu teuer. Datenschutz ist ein weiteres Thema: Geben Sie keine sensiblen Kundendaten in öffentliche KI-Tools ein.

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